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Nur wenige Kilometer von Page, über eine Abfahrt vom Highway 89 in östlicher Richtung, findet man den Antelope Canyon. Wer sich von dem ersten nicht sonderlich berauschendem Eindruck - einer etwas öden Landschaft und hohem Eintrittsgeld nicht abschrecken läßt, wird mit einer Märchenwelt aus Farben und Formen belohnt.



Dieses Gebiet wurde den Navajo Indianern zugewiesen. Fast nur eine Wüste, indem "Chief Yellow Horse" mit dem Souvenir- Geschäft die meisten Arbeitsplätze stellt. Die Indianer können jeden Dollar aus dem Tourismusgeschäft brauchen, da sie zu den am schlechtesten gestellten Bevölkerungsteilen in den USA gehören.



Nach dem Ticketkauf wird man von einem Indianer in ein ausgetrocknetes Flußbett, etwa 50m weit, zu einer Spalte in der Erde geführt. Hat man die Spalte passiert, geht es über einige Stahlleitern in eine atemberaubende Welt aus Rottönen. (Achtung - sehr eng !!) Je nach Wetterlage kann man sich einige hundert Meter zwischen den zum Teil nur einen Meter auseinander stehenden Felswänden durchwinden. Mit Wetterlage meine ich "flash floods". Bei unserem Besuch hat es einige Tage vorher stark geregnet und so war der Boden sehr schlammig, bzw. tiefer im Canyon war wegen Überflutung kein Weiterkommen mehr.



Der Antelope Canyon ist ein so genannter Slot Canyon, von denen es einige auf dem Colorado-Plateau gibt. Diese Canyons sind durch Wasserkraft geschaffene, meist nur wenige Meter breite, aber viele Meter tiefe Einschnitte im Fels. Bei trockenem Wetter können diese Canyons besichtigt bzw.durchwandert werden. Die größte Gefahr geht von Niederschlägen aus, besonders wenn sie unbemerkt am Oberlauf niedergehen. Dann steigt die Gefahr einer "flash flood", einer Wasserwelle, die durch den schmalen Canyon schießt und einige Meter hoch sein kann.



Vor einigen Jahren wurde eine Gruppe von Touristen durch so eine "flash flood" im Lower Antelope Canyon überrascht. Die Gruppe war mit einem Führer in den Canyon eingestiegen, als ohne Vorwarnung solch eine Wasserwelle durch den Canyon raste. Nur ein einziger überlebte von den 12 Besuchern. Bis heute konnten nicht alle Leichen gefunden werden. Die "flash flood" Saison ist hauptsächlich in den Monaten Juli und August.



Der Antelope Canyon besticht durch seine Formen und Farbenvielfalt. Reißendes Wasser dringt mit ungeheurer Kraft durch die sehr enge Schlucht. Die mitgerissenen Sand und Geröllmassen modellieren und schleifen die Felswände aus dem weichen Sandstein. In den Farben grau, orange-gelb, rot und braun leuchten die Canyonwände, je nach Sonnenlichteinfall und Gesteinsschicht.

Monument Valley
Antelope Canyon
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